Der heutige 16. Februar markiert den hundertsten Geburtstag von David C. H. Austin, dessen Vision den modernen Garten geprägt und neu definiert hat, was eine Rose sein kann.
David wurde am 16. Februar 1926 geboren und wuchs in der ländlichen Landschaft von Shropshire auf. Die frühe Verbundenheit mit der Natur formte seine lebenslange Sensibilität für Pflanzen und Jahreszeiten. Schon in jungen Jahren fühlte er sich von einer stillen, sich allmählich entfaltenden Schönheit angezogen – von Form, Duft und Charakter statt bloßer Wirkung. Bald wurden Rosen zu seiner größten Leidenschaft, insbesondere die historischen Gartenrosen, deren Duft und Geschichte seine Vorstellungskraft beflügelten.
So bezaubernd diese Rosen waren, sie hatten ihre Grenzen. Die meisten blühten nur einmal im Jahr. Moderne Rosen boten Farbe und wiederholte Blüte, doch oft fehlten ihnen Duft und Anmut. David war überzeugt, dass diese Qualitäten sich vereinen ließen. Sein Wunsch war schlicht und beharrlich: eine Rose zu schaffen, die die Romantik und den Duft alter Sorten in sich trägt und zugleich über die gesamte Saison hinweg reich blüht.
Diese Idee leitete sein Lebenswerk. In den 1950er- und frühen 1960er-Jahren zog und beurteilte er unzählige Sämlinge – mit Geduld, Beobachtung und Ausdauer.
Rückschläge blieben nicht aus; in einem Jahr zerstörte eine Krankheit eine ganze Kultur und zwang ihn zum Neubeginn. Dann, 1961, kam der erste große Durchbruch mit der Einführung von Constance Spry (Ausfirst). Obwohl sie nur einmal blühte, bestätigten ihre Schönheit und Ausstrahlung, dass seine Vision erreichbar war.
Gegen Ende des Jahrzehnts stellte David die ersten öfterblühenden Englischen Rosen vor – ein Name, den er bewusst wählte, um Herkunft und Identität zu verbinden. In den folgenden Jahren führte er mehr als 240 Sorten ein, jede hervorgegangen aus vielen Saisons sorgfältiger Auswahl. Diese Rosen rückten den Duft wieder ins Zentrum des modernen Gartens und weckten eine neue Wertschätzung für Form, Sanftheit und Erzählkraft.
Die Anerkennung ließ nicht lange auf sich warten, doch sie veränderte ihn nicht. 2007 wurde David für seine Verdienste um den Gartenbau zum Officer of the Order of the British Empire ernannt – eine würdige Würdigung seines Beitrags. Zudem erhielt er zahlreiche der höchsten Auszeichnungen der Rosenwelt. Dennoch blieb er bescheiden und interessierte sich mehr dafür, wie eine Rose im Garten lebt, als für Ehrungen.
Zu diesem hundertsten Geburtstag wird sein Vermächtnis nicht nur in Preisen und Erfolgen sichtbar, sondern in Gärten auf der ganzen Welt, wo seine Rosen mit Leichtigkeit, Großzügigkeit und stiller Schönheit erblühen. Sein Traum lebt überall dort weiter, wo eine David-Austin-Rose wächst und geschätzt wird.
Später in diesem Sommer wird derselbe Geist in einem kurzen Film aufgegriffen – eine sanfte Hommage an Leben, Vision und bleibenden Einfluss eines Mannes, der unsere Sicht auf Rosen verändert hat.
Der Film wird in englischer Sprache präsentiert.






















