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Rosen richtig ausputzen: Für einelange und reiche Blüte

Es gibt kaum etwas Schöneres als einen Rosenstrauch in voller sommerlicher Blüte. Doch sobald einzelne Blüten verblühen, stören sie nicht nur die Harmonie des Gartens. Bleiben verwelkte Blüten stehen, signalisiert dies der Rose, dass ihre Aufgabe erfüllt ist. Die Pflanze richtet ihre Energie nun auf die Bildung von Hagebutten statt auf neue Blüten.

Um diesen natürlichen Kreislauf zu unterbrechen und vom Frühsommer bis zum ersten Herbstfrost eine ununterbrochene Folge duftender Blüten zu genießen, lohnt es sich, die Kunst des Ausputzens zu beherrschen.

Durch das gezielte Entfernen verblühter Blüten lenken Sie die Kraft der Pflanze zurück in Wurzelwachstum und neue Knospenbildung. Diese einfache Pflegemaßnahme hält Ihre Beete gepflegt und sorgt dafür, dass Rosen während der gesamten Saison ihr schönstes Bild zeigen.

Nicht alle Rosen werden gleich behandelt. Zu wissen, wann die Schere zum Einsatz kommt – und wann nicht – ist entscheidend.

  • Öfterblühende Rosen: Öfterblühende Strauchrosen, Kletterrosen und Hochstammrosen sollten regelmäßig ausgeputzt werden. So werden laufend neue Knospen angeregt und die Blüte bleibt kontinuierlich erhalten.
  • Einmalblühende Strauchrosen: Einmalblühende Sorten ohne dekorative Hagebutten können direkt nach ihrer sommerlichen Hauptblüte ausgeputzt werden. Das hält den Strauch ordentlich und bewahrt seine Form.
  • Rosen mit dekorativen Hagebutten: Rosen, die für ihren herbstlichen Fruchtschmuck geschätzt werden, sollten nach der zweiten Blüte nicht mehr ausgeputzt werden. So bleiben die leuchtenden roten, orangefarbenen und goldenen Hagebutten erhalten, die den Wintergarten bereichern und Vögeln Nahrung bieten.

Ein sauberer Schnitt schützt die Pflanze und verhindert das Zurücktrocknen der Triebe. Empfehlenswert sind:

  • Rosenschere oder Ausputzschere: Leichte, schmale Scheren eignen sich besonders gut für das präzise Arbeiten zwischen dichten Blütenständen.
  • Rosenschutzhandschuhe: Robuste Handschuhe schützen Hände und Unterarme zuverlässig vor Dornen.

Die zweistufige Methode zum Ausputzen

Das Ausputzen erfolgt in zwei Schritten. Zunächst werden einzelne verblühte Blüten entfernt, anschließend ganze Blütenstände zurückgeschnitten, um neues Wachstum anzuregen.

Schritt 1: Einzelne verblühte Blüten entfernen

Bei Rosen, die in Dolden blühen, öffnen sich die Blüten oft zeitversetzt. Verwelkte Blüten sollten entfernt werden, ohne die übrigen Knospen zu beschädigen.

  1. Entfernen Sie die verblühte, bräunliche Blüte vorsichtig zwischen den frischen Knospen.
  2. Schneiden Sie direkt unterhalb der Blütenbasis dort, wo die einzelne Blüte am kleinen Stiel sitzt.
  3. Lassen Sie alle übrigen Knospen unberührt, damit sie sich natürlich weiter entfalten können.
    Kontrollieren Sie Ihre Rosen während der Blütezeit möglichst wöchentlich.

Schritt 2: Ganze Blütenstände zurückschneiden

Sobald ein gesamter Blütenstand verblüht ist, wird der Trieb stärker zurückgenommen, um kräftigen Neuaustrieb zu fördern.

  1. Folgen Sie dem Blütenstiel nach unten, vorbei an den oberen Blättern mit meist drei Fiederblättchen, bis zum ersten kräftigen Blatt mit fünf Fiederblättchen.
  2. Schneiden Sie knapp oberhalb dieses Blattansatzes. Der Schnitt sollte leicht schräg erfolgen, damit Regenwasser gut ablaufen kann.
  3. Treten Sie anschließend einen Schritt zurück und betrachten Sie die Form des Strauches. Zu lange oder ungleichmäßige Triebe können auf die Höhe der übrigen Pflanze eingekürzt werden, um ein harmonisches Gesamtbild zu schaffen.
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