Kletterrosen für Rosenbögen, Obelisken und Säulen
Für eine weitere Rose findet sich immer ein Plätzchen. Sind die Beete bereits gut gefüllt, lohnt es sich, einfach einmal nach oben zu schauen.
Kletterrosen verwandeln Rosenbögen, Obelisken und Säulen in üppig blühende Gartenelemente und bringen Blüten und Duft auf Augenhöhe und darüber hinaus. Sie können sich über einen Eingang wölben, aus der Mitte eines Beetes emporwachsen oder einen schlichten Pfosten mit Laub und Blüten umspielen. Mit der richtigen Rose und etwas behutsamer Führung benötigen sie erstaunlich wenig Bodenfläche, um eine eindrucksvolle Wirkung zu entfalten.
Die richtige Kletterrose auswählen
Bevor Sie sich für eine bestimmte Rose entscheiden, lohnt es sich, zunächst darüber nachzudenken, wo sie wachsen soll. Größe und Form der Rankhilfe helfen dabei, die Sorte zu finden, die sich an diesem Platz besonders wohlfühlt.
Kletterrosen haben im Allgemeinen kräftigere, steifere Triebe, während Ramblerrosen meist weichere und biegsamere Triebe bilden. Kleinere Rambler lassen sich deshalb besonders gut um einen Rosenbogen oder eine Säule führen. Natürlich gibt es Ausnahmen, und die jungen Triebe der meisten Rosen lassen sich vorsichtig in die gewünschte Richtung lenken.
Auch die Größe spielt eine Rolle. Rosen entwickeln sich am schönsten, wenn sie ihre natürlichen Proportionen erreichen dürfen, anstatt immer wieder zurückgeschnitten werden zu müssen, um in den vorgesehenen Raum zu passen. Die endgültige Höhe hängt von Boden, Licht, Witterung und Pflege ab. Die meisten Rosen benötigen etwa drei bis fünf Jahre, um ihre volle Größe zu erreichen.
Dabei müssen nicht alle Triebe gerade nach oben wachsen. Werden sie diagonal, waagerecht oder in einer sanften Spirale geführt, regt dies häufig die Bildung zusätzlicher blühender Seitentriebe an und sorgt für eine üppigere Blütenfülle.
Auf der Suche nach Inspiration?
Entdecken Sie die Schönheit und die vielfältigen Möglichkeiten, die etablierte Kletterrosen an Rosenbögen, Obelisken und Säulen bieten.
Rosen für Rosenbögen
Kaum etwas wirkt so einladend wie ein mit Rosen bewachsener Bogen. Über einem Weg oder am Eingang zu einem anderen Gartenbereich lädt er dazu ein, weiterzugehen, während sich Blüten und Duft über einem ausbreiten.
Für eine besonders üppige und gleichmäßige Wirkung empfehlen wir, auf jeder Seite des Bogens eine Rose zu pflanzen und beide nach oben zu führen, bis sie sich in der Mitte treffen. So lässt sich der Bogen wesentlich schöner bedecken, als wenn eine einzelne Rose über die gesamte Höhe und auf der gegenüberliegenden Seite wieder nach unten geführt wird.
Binden Sie die Triebe während des Wachstums vorsichtig am Bogen fest und führen Sie einige davon diagonal statt ausschließlich senkrecht nach oben. Bei schmaleren Bögen können junge Triebe auch behutsam im Zickzack oder spiralförmig um die Konstruktion gelegt werden. Das sorgt nicht nur für einen weicheren, natürlicheren Eindruck, sondern kann auch die Bildung zusätzlicher blühender Seitentriebe fördern.
Öfterblühende Kletterrosen sind eine besonders schöne Wahl, wenn Sie sich den ganzen Sommer über Blüten wünschen. Kleinere Rambler wiederum verleihen einem Rosenbogen einen wunderbar ungezwungenen Charakter.
Rosen für Obelisken
Ein Obelisk ist eine der einfachsten Möglichkeiten, eine Kletterrose in ein Beet zu integrieren. Zwischen Stauden und Sträuchern emporwachsend, bringt die Rose eine weitere Blütenebene über die umgebende Bepflanzung und kann selbst einem vergleichsweise kleinen Gartenbereich eine wunderbar romantische Atmosphäre verleihen.
Rosen, die eine Höhe von etwa 1,8 bis 2,4 m erreichen, eignen sich besonders gut für viele Gartenobelisken. Auch eine etwas höher wachsende Kletterrose kann verwendet werden, sofern genügend Raum vorhanden ist, um ihre Triebe um die Konstruktion herumzuführen, anstatt sie nur senkrecht nach oben wachsen zu lassen.
Solange die Triebe noch jung und biegsam sind, können Sie sie in einer lockeren Spirale um die Außenseite des Obelisken führen und nach und nach befestigen. Durch diesen etwas längeren Weg nach oben wird die Bildung blühender Seitentriebe entlang der Triebe angeregt. So hüllt sich der Obelisk rundum in Blüten, anstatt diese vorwiegend an seiner Spitze zu tragen.
Rosen für Säulen
Eine Säule mag zunächst recht unscheinbar wirken, doch mit einer Kletterrose bepflanzt kann sie zu einem der schönsten Blickfänge im Garten werden.
Säulen an Eingängen und Veranden, Pfosten und andere aufrechte Konstruktionen bieten wunderbare Möglichkeiten, Rosen auch dort wachsen zu lassen, wo nur wenig Platz zum Pflanzen vorhanden ist. Duftende Sorten sind besonders reizvoll an einem Eingang oder an einem Ort, an dem Sie regelmäßig vorbeikommen.
Anstatt die Triebe möglichst schnell nach oben wachsen zu lassen, führen Sie sie während des Wachstums behutsam um die Säule herum. Eine lockere Spirale oder eine Führung im Zickzack nutzt den vorhandenen Raum besser aus und fördert die Bildung blühender Seitentriebe. So entsteht von unten bis oben ein üppigeres Blütenbild.
Bedenken Sie dabei, dass eine ausgewachsene Kletterrose ein beträchtliches Gewicht erreichen kann. Die Rankhilfe sollte deshalb stabil genug sein, um die Rose über viele Jahre hinweg sicher zu tragen.
Den richtigen Standort auswählen
Die meisten Kletterrosen fühlen sich an einem hellen, luftigen Standort mit mindestens vier Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag besonders wohl. Schauen Sie sich vor dem Pflanzen auch die nähere Umgebung an. Gebäude, Bäume und etablierte Sträucher können Schatten werfen, während ihre Wurzeln mit der Rose um Wasser und Nährstoffe konkurrieren können.
Geben Sie den Wurzeln genügend Raum, sich zu entwickeln, und pflanzen Sie die Rose mindestens 45 cm von einer massiven Säule oder einem Pfosten entfernt. Auch zu flach wurzelnden Pflanzen sollte ein ähnlicher Abstand eingehalten werden. Zu etablierten Bäumen, Sträuchern und Hecken ist ein größerer Abstand ratsam.
Wenn Sie die Rose neben einer festen Konstruktion pflanzen, setzen Sie sie in einem Winkel von etwa 45 Grad in Richtung ihrer Rankhilfe. So haben die Wurzeln unter der Erde ausreichend Platz, während die Triebe bereits sanft in die gewünschte Wuchsrichtung gelenkt werden.
Kletterrosen richtig führen
Kletterrosen halten sich nicht von selbst an ihrer Rankhilfe fest und benötigen deshalb beim Wachsen ein wenig Unterstützung. Glücklicherweise gehört das Anbinden zu jenen kleinen Gartenarbeiten, bei denen sich regelmäßige Aufmerksamkeit besonders auszahlt.
Behalten Sie die neuen Triebe während der Wachstumsperiode im Blick und binden Sie sie an, solange sie noch weich und biegsam sind. So werden sie davor geschützt, bei Wind hin und her zu schlagen und möglicherweise beschädigt zu werden. Gleichzeitig können Sie die Rose in die gewünschte Form bringen, bevor ihre Triebe älter und weniger flexibel werden.
Fächern Sie die Triebe auf, führen Sie sie spiralförmig oder leicht schräg, wo immer die Konstruktion dies zulässt. Dabei geht es nicht um vollkommene Symmetrie. Eine Kletterrose ist besonders schön, wenn sie gerade so viel Führung erhält, dass sie üppig blühen kann und sich dennoch etwas von ihrem natürlichen Charakter bewahrt.
Und vielleicht liegt genau darin der besondere Reiz, Rosen in die Höhe wachsen zu lassen. Nach und nach verschwindet ein schlichter Rosenbogen, Obelisk oder eine Säule unter Blättern und Blüten, bis die Rankhilfe kaum noch als solche wahrgenommen wird und ganz selbstverständlich Teil des Gartens geworden ist.










