EinLeitfaden zu den verschiedenen Blütenformen von Rosen
Keine Rose gleicht der anderen. Farbe und Duft mögen auf den ersten Blick die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, doch bei genauerem Hinsehen ist es oft die Form der Blüte, die einer Rose ihren ganz eigenen Charakter verleiht.
Manche Blüten sind schlicht und offen und geben den Blick auf ihre goldenen Staubgefäße frei. Andere bestehen aus unzähligen Blütenblättern, die sich nach und nach zu kunstvollen Blüten entfalten. Diese unterschiedlichen Rosenblütenformen sind das Ergebnis jahrhundertelanger sorgfältiger Züchtung und Selektion.
Hier stellen wir Ihnen vier charakteristische Blütenformen vor, denen Sie besonders häufig begegnen werden.
Einfache & halbgefüllte Rosen
Mit ihren vergleichsweise wenigen Blütenblättern wirken einfache und halbgefüllte Rosen besonders leicht und natürlich. Häufig bleiben dabei die goldenen Staubgefäße gut sichtbar.
Einfache Rosen besitzen die ursprünglichste aller Blütenformen, während halbgefüllte Rosen mit einigen zusätzlichen Blütenblättern etwas üppiger erscheinen. Beide bewahren sich dennoch ihren ungezwungenen Charakter und fügen sich wunderbar zwischen Gräser, Stauden und andere Gartenpflanzen ein.
Dank ihrer offenen Blüten sind sie auch für Bienen und andere bestäubende Insekten besonders gut zugänglich. Zudem kommen ihre weniger dicht gefüllten Blüten meist recht gut mit regnerischem Wetter zurecht.
Rosen, die Sie entdecken können: Tottering-by-Gently, Kew Gardens, The Lark Ascending und Scarborough Fair.
Rosettenförmige Rosen
Die Rosettenform gehört wohl zu den Blütenformen, die wir am stärksten mit Englischen Rosen verbinden. Zahlreiche sich überlappende Blütenblätter bilden eine breite, wunderbar kunstvolle Blüte.
Ein besonderer Reiz liegt darin, ihre Entwicklung zu beobachten. Aus einer zunächst fest geschlossenen Knospe entfalten sich nach und nach immer neue Blütenblätter, sodass die Rose von einem Tag zum nächsten einen etwas anderen Charakter zeigen kann.
Rosen, die Sie entdecken können: Gertrude Jekyll®, Gabriel Oak und Elizabeth™.
Kelchförmige Rosen
Bei kelchförmigen Rosen neigen sich die Blütenblätter sanft nach innen und bilden eine weiche, rundliche Blüte von besonderer Anmut.
Diese Blütenform besitzt eine zurückhaltende Eleganz. Sie fügt sich ebenso schön in die lockere Bepflanzung eines gemischten Beetes ein, wie sie in einem traditionelleren Rosengarten für sich wirken kann.
Rosen, die Sie entdecken können: Desdemona™, Dannahue™ und Wollerton Old Hall.
Schalenförmige Rosen
Die schalenförmige Blüte ist ein charakteristisches Merkmal vieler Englischer Rosen. Ihre äußeren Blütenblätter wölben sich nach oben und bilden eine wunderschön gerundete, schalenartige Form.
Manche sind tief und üppig gefüllt, andere öffnen und entspannen sich mit zunehmender Reife. In beiden Fällen verleihen die geschwungenen Blütenblätter der Rose eine wunderbare Tiefe und Weichheit.
Rosen, die Sie entdecken können: Roald Dahl™, Scepter’d Isle® und The Generous Gardener.
MöchtenSie noch genauer hinschauen?
Entdecken Sie unseren ausführlichen Leitfaden zu Rosenblütenformen. Dort betrachten wir die einzelnen Formen und ihre Variationen genauer – von einfachen und halbgefüllten Blüten bis hin zu Button-Eye- und geviertelten Rosetten sowie den verschiedenen Formen schalenförmiger Rosen.
Welche Rosenblütenform passt zu Ihrem Garten?
Es gibt eigentlich keinen Grund, sich für nur eine Blütenform zu entscheiden. Ein Teil des Vergnügens liegt gerade darin, unterschiedliche Formen miteinander wachsen zu sehen.
Die offenen Blüten einfacher und halbgefüllter Rosen bringen Leichtigkeit und Bewegung ins Beet, während üppige Rosetten sowie kelch- und schalenförmige Blüten für Fülle und Tiefe sorgen. Verschiedene Formen miteinander zu kombinieren, schafft feine Kontraste in Form und Struktur und lässt eine Pflanzung ganz natürlich abwechslungsreich wirken.
Und Rosen bleiben selten lange unverändert. Eine zunächst kompakte, schalenförmige Knospe kann sich im Laufe der Tage immer weiter öffnen und jeden Morgen eine etwas andere Blüte zeigen. Es sind gerade diese kleinen Veränderungen, die die Zeit zwischen Rosen so besonders machen.














