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Rückschnitt einer Stammrose

Stammrosen bringen eine besondere Eleganz in den Garten. Ihre Blüten werden hoch über dem Boden getragen und verleihen Beeten und Kübeln eine klare, strukturierte Wirkung. Da sich der blühende Kopf über dem Stamm befindet, ist seine Silhouette stets gut sichtbar und genau deshalb ist der Rückschnitt besonders wichtig.

Unsere Stammrosen sind öfterblühende Strauchrosen, die auf einen klaren Stamm veredelt wurden. Das bedeutet, dass sie im Grunde wie eine öfterblühende Strauchrose geschnitten werden, mit einigen zusätzlichen Punkten, die dazu beitragen, die rundliche „Bäumchen“-Form zu erhalten.

Wenn Ihnen der Rückschnitt Respekt einflößt, dürfen Sie beruhigt sein: Rosen sind widerstandsfähig. Sie werden eine Rose nicht dadurch verlieren, dass Sie nicht ganz perfekt schneiden. Diese Hinweise sind lediglich dafür da, Ihnen zu helfen, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Der Rückschnitt hält Ihre Stammrose gesund, formschön und blühfreudig. Richtig ausgeführt, wird er:

  • Eine reiche Blüte fördern
  • Kräftigen Neuaustrieb anregen
  • Verdichtung reduzieren und die Luftzirkulation verbessern
  • Den Kopf in Form halten und gut ausbalancieren
  • Die schöne, runde Silhouette erhalten, die Stammrosen so charakteristisch macht

Der Hauptschnitt erfolgt am besten in der Ruhezeit, meist zwischen Januar und Februar.

In windigen, exponierten Gärten kann es außerdem sinnvoll sein, das Wachstum vor dem Winter leicht zu kürzen, besonders wenn der Kopf hoch oder ungleichmäßig geworden ist. Das reduziert die Windangriffsfläche und hilft, Windwurf zu vermeiden, der die Rose im Boden lockern kann.

Wenn Sie spät schneiden und die Rose bereits zu treiben begonnen hat, können Sie trotzdem schneiden, idealerweise bevor sie vollständig belaubt ist. Ein später Schnitt kann die Blüte etwas verzögern, doch die Rose wird gut darauf reagieren.

Unverzichtbar
  • Gartenschere (Secateurs)
  • Handschuhe
  • Kniekissen
Optional (aber hilfreich)
  • Langstielige Astschere (für dickere Triebe)
  • Baumsäge (für älteres Holz)
  • Leiter (wenn der Kopf sehr hoch sitzt)
  • Desinfektionsmittel für die Schere (Jeyes Fluid, Citrox, Propellar oder Spiritus)

Diese Punkte sollten Sie im Hinterkopf behalten

  • Machen Sie sich keine Sorgen um millimetergenaue Schnitte. Ein sauberer Schnitt ist wichtiger als perfekte Präzision.
  • Ein schräger Schnitt ist nicht zwingend notwendig.
  • Nach dem Rückschnitt wirkt der Rosenkopf deutlich kleiner und kahl. Das ist völlig normal. Im Frühjahr baut die Rose ihre Form rasch wieder auf.
  • Entsorgen Sie Laub und Schnittgut. Kompostieren Sie es nicht, da Krankheitssporen die Pflanze erneut infizieren können.

Rückschnitt nach Alter: wie er sich im Laufe der Jahreverändert

Eine Stammrose wird grundsätzlich wie eine öfterblühende Strauchrose geschnitten. Der Unterschied besteht darin, dass Sie das Wachstum immer zu einem sauberen, runden Kopf formen.
Jahr eins: nach der ersten Blühsaison
In diesem Stadium baut die Rose noch ihr Wurzelsystem auf, daher sollte der Rückschnitt sanft ausfallen.

Beginnen Sie damit, verbliebenes Laub zu entfernen. Kürzen Sie anschließend den Rosenkopf so, dass alle Triebe auf einer ähnlichen Höhe enden und 12 bis 18 Zoll (30 bis 46cm) Wachstum vom veredelten Kopf stehen bleiben.

Entfernen Sie alle Triebe, die:

  • Abgestorben sind
  • Absterben
  • Beschädigt sind
  • Krank sind

Räumen Sie anschließend gründlich unter der Rose auf, entfernen Sie Falllaub und Schnittgut und entsorgen Sie alles.

Dieser leichte Rückschnitt hilft, die Form zu erhalten und fördert kräftige neue Basistriebe innerhalb des Kopfes.

Jahr zwei: ein stabiles Grundgerüst aufbauen

Im zweiten Jahr beginnt Ihre Stammrose, einen volleren Kopf auszubilden, entwickelt jedoch weiterhin Kraft und Struktur.

Reduzieren Sie den Rosenkopf insgesamt um etwa die Hälfte und kürzen Sie besonders lange Triebe so, dass die Form ausgewogen bleibt. Sorten, die von Natur aus stärker wachsen, können etwas weniger zurückgenommen werden.

Entfernen Sie alle Triebe, die abgestorben, absterbend, beschädigt oder krank sind. Schneiden Sie anschließend schwaches, spindeliges Wachstum heraus. Ein einfacher Test hilft: Wenn sich die Triebspitze sehr leicht biegen lässt, wird sie Blüten meist nicht gut tragen und kann entfernt werden.

Achten Sie darauf, dass die Mitte offen genug bleibt, damit Luft gut durch den Kopf zirkulieren kann, statt dass er zu dicht wird.

Entfernen Sie verbleibendes Laub und säubern Sie den Boden unter der Rose.

Jahr drei und darüber hinaus: formen und erhalten

Ab dem dritten Jahr ist die Rose gut entwickelt und der Rückschnitt wird flexibler.

Sie können nun entscheiden, wie groß der Rosenkopf bleiben soll:

  • Für einen etwas größeren Kopf: um etwa ein Drittel zurücknehmen
  • Um die Größe zu erhalten: um etwa die Hälfte zurücknehmen
  • Um stärker zu verkleinern: entsprechend kräftiger zurückschneiden

Achten Sie beim Schneiden darauf, die runde Kopfform zu bewahren. Nicht jeder Trieb muss exakt gleich lang sein, doch das Endbild sollte ausgeglichen wirken.

Entfernen Sie ungesundes Holz, schneiden Sie schwache Triebe heraus und, wenn der Kopf zu dicht geworden ist, entfernen Sie einige ältere Triebe ganz, um die Luftzirkulation zu verbessern und frischen Neuaustrieb zu fördern.

Die Stammrose in Form bringen

Die Formgebung verleiht der Stammrose ihren Charakter.

Für eine schöne, runde „Bäumchen“-Silhouette gilt:

  • Am Rand etwas kürzer schneiden
  • In der Mitte etwas länger stehen lassen

So entsteht eine sanfte Kuppelform, und die Blüte verteilt sich gleichmäßiger über den gesamten Kopf, statt nur oben zu sitzen.

Wenn Ihre Rose einseitig geworden ist oder eine Lücke hat, können Sie neues Wachstum gezielt lenken, indem Sie über einer Knospe schneiden, die in die gewünschte Richtung zeigt.

Nach der Blüte hilft zudem ein leichter Formschnitt, damit die Rose über die Saison hinweg ordentlich und ausgewogen bleibt.

Auf Austriebe am Stamm achten

Bei Stammrosen ist besonders wichtig, Austriebe am klaren Stamm unterhalb des Kopfes im Blick zu behalten.

Diese sollten sofort entfernt werden, da sie Energie vom blühenden Kopf abziehen und die Baumform stören können.

Entfernen Sie solche Triebe so früh wie möglich und schneiden Sie sie direkt am Stamm zurück.

Die kommende Saison

Nach dem Rückschnitt sollte sich der Kopf Ihrer Stammrose ausgewogen und offen anfühlen, mit einem stabilen Gerüst, das im Frühjahr gleichmäßig austreiben kann. Sobald die Temperaturen steigen, erscheinen frische neue Triebe im ganzen Rosenkopf, die Form füllt sich schnell wieder und die Blüte folgt in einer reichen, harmonischen Krone, die über dem Garten steht wie ein lebendiger Blütenstrauß.

Weitere Informationen

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie man Hochstammrosen pflanzt und pflegt, einschließlich Tipps zu Standort, Stützen und Pflege, besuchen Sie bitte unseren Leitfaden:

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