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SanfteFarbtöne, bleibender Geist

Emily Brontë im Garten

Die Moore prägten Emily Brontë lange, bevor sie Worte formte. Wind, weite Himmel und die beständige Gegenwart der Natur gaben ihren Tagen den Rhythmus, und dieser Rhythmus lebt in allem fort, was sie schrieb. Emily Brontë betrachtete die Landschaft nicht aus der Ferne. Sie gehörte zu ihr.

In Wuthering Heights bewegt sich das Wetter wie ein Gefühl, und die Erde selbst scheint lebendig. Es überrascht nicht, dass eine Rose, die ihren Namen trägt, einen ähnlichen Geist in sich trägt. Auf den ersten Blick still, doch voller Tiefe, sobald man verweilt.

Ihre Blüten öffnen sich weit und ruhig, an den Rändern zart rosig, zur Mitte hin warm in Apricot und Creme übergehend. Die Farbgebung fühlt sich ganz selbstverständlich im britischen Garten zuhause, besonders dort, wo sich das Licht im Lauf des Tages verändert. Der Morgen bringt Frische, der Abend Wärme, und die Blüten scheinen leise zwischen beidem zu wandern.

  • Rosa_Emily_Bronte English rose bred by David Austin
  • Rosa_Emily_Bronte English rose bred by David Austin

Dies ist eine Rose, die sich wunderbar in durchdachte Pflanzungen einfügt. Setzen Sie sie zwischen weiche Gräser für eine natürliche Leichtigkeit, in der Bewegung die Beete sanft belebt. Lassen Sie sie durch Lavendel, Nepeta oder helle Salbeiarten wachsen, für eine Pflanzung voller leiser Lebendigkeit. Auch im klassischen Rosengarten kommt sie zur Geltung, wo ihre zarten Töne zwischen kräftigeren Farben Licht bringen.

Der Duft schwebt, statt zu rufen. Noten von alten Rosen mit einer frischen Zitrusnote wirken klar und belebend, besonders nach Regen. Es ist ein Duft, der zum Verweilen einlädt.

Emily schrieb einst:

„Jedes Blatt spricht mir von Glück, flatternd vom herbstlichen Baum.“
(aus ihrem Gedicht „Fall, leaves, fall“)

Diese stille Aufmerksamkeit für die Natur fühlt sich ganz zu Hause neben dieser Rose an. Eine Knospe, die sich öffnet. Eine Biene, die verweilt. Licht, das warme Blütenblätter berührt.

So sanft ihr Erscheinungsbild auch ist, ihr Charakter ist stark. Sie bildet einen kompakten, gesunden Strauch und blüht großzügig über die Saison hinweg, treu immer wieder mit frischem Flor. Sie passt in große Gärten ebenso wie in kleine, intime Winkel.

Eine weitere Zeile Emilys scheint ihre Widerstandskraft widerzuspiegeln:
„Keine feige Seele ist die meine.“
(aus ihrem Gedicht „No Coward Soul Is Mine“)

Und tatsächlich ist an dieser Rose nichts Zaghaftes. Sie gedeiht, hält stand und schenkt reichlich Blüten.

Emily Brontë zu pflanzen heißt, ein Stück literarisches Erbe in den Garten zu weben. Eine Begegnung von wilder Landschaft und sorgsamer Kultivierung. Sie bringt nicht nur Farbe und Duft, sondern auch Stimmung, Geschichte und ein Gefühl von Heimat.

Und vielleicht ist es genau das, weshalb sie im Gedächtnis bleibt.

Nicht laut.

Nicht flüchtig.

Einfach da, Jahr für Jahr.

Für Gärtnerinnen und Gärtner, die Schönheit mit Tiefe und Geschichte mit Herz schätzen, bietet Emily Brontë etwas still Besonderes. Eine Rose, die wirkt, als habe sie immer schon dazugehört, geduldig wartend, um gepflanzt und geliebt zu werden.

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