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Eine Ramblerrose an einem Baum pflanzen und wachsen lassen

Ramblerrosen und Bäume sind wie füreinander geschaffen. Ihre langen, kräftigen Triebe lassen sich hinauf in die Äste leiten, wo sie sich nach und nach durch die Baumkrone schlängeln und ihre Blüten zwischen dem Laub öffnen. Mit zunehmendem Alter wirkt dieses Zusammenspiel immer natürlicher: Große Blütenbüschel erscheinen hoch über dem Boden und fallen sanft aus den Zweigen herab.

Ob alter Obstbaum oder großer, eingewachsener Baum – eine Ramblerrose kann ihm eine zusätzliche Blütezeit und neue Schönheit schenken. Wenn Sie Ihre Rose mit etwas Sorgfalt auswählen, pflanzen und anleiten, wird sie sich gut etablieren und mit der Zeit ihren natürlichen Weg durch die Äste finden.

Die richtige Ramblerrose auswählen

Wählen Sie zunächst eine Ramblerrose, deren Wuchskraft zu dem Baum passt, den Sie beranken möchten. Mithilfe der Filter auf unserer Website können Sie Sorten nach ihrer zu erwartenden Wuchshöhe und den jeweiligen Standortbedingungen auswählen.

Berücksichtigen Sie dabei die ausgewachsene Größe sowohl der Rose als auch des Baumes. Eine besonders starkwüchsige Ramblerrose kann einen kleineren Obstbaum mit der Zeit überwuchern, während eine weniger kräftige Sorte in der Krone eines großen, alten Baumes beinahe verschwinden kann.

Als einfache Orientierung gilt: Je größer der Baum, desto wüchsiger darf die Ramblerrose sein.

Ramblerrosen für große Bäume

Ein großer, gut etablierter Baum bietet genügend Raum, damit einige unserer besonders starkwüchsigen Ramblerrosen ihre ganze Schönheit entfalten können.

Sorten wie ‘Paul’s Himalayan Musk’ und ‘Rambling Rector’ können sich, sobald sie gut eingewachsen sind, über beträchtliche Strecken ausbreiten. Mit der Zeit blühen sie hoch zwischen den Zweigen und schaffen ein wunderbar natürliches sommerliches Bild.

Sie suchen Inspiration?

Entdecken Sie die Schönheit und die vielfältigen Möglichkeiten großer, prächtig eingewachsener Ramblerrosen, die sich durch Bäume ranken.

Den richtigen Baum auswählen

Eine Ramblerrose und ihr Baum können viele Jahre miteinander wachsen. Es lohnt sich daher, diese Partnerschaft mit Bedacht zu wählen.

Entscheiden Sie sich für einen gesunden, gut etablierten Baum, der kräftig genug ist, um das spätere Wachstum der Rose zu tragen. Ebenso wichtig ist das Licht. Eine offene, luftige Baumkrone lässt mehr Sonnenlicht zur Rose gelangen und unterstützt so einen kräftigen Wuchs und eine reiche Blüte.

Suchen Sie für die Pflanzung möglichst die sonnigste Seite des Baumes aus. Sehr dichte Baumkronen und stark beschattete Standorte können es einer jungen Rose erheblich erschweren, sich gut zu etablieren.

Wo Sie Ihre Ramblerrose pflanzen sollten

Es mag zunächst naheliegend erscheinen, die Rose unmittelbar neben den Stamm zu pflanzen. In der Regel ist dies jedoch nicht der beste Platz. Dort ist der Boden häufig dicht von den Wurzeln des Baumes durchzogen, sodass einer jungen Rose nur wenig gute Erde, Feuchtigkeit und leicht verfügbare Nährstoffe zur Verfügung stehen.

Gehen Sie stattdessen ein Stück vom Stamm weg, bis Sie eine Stelle finden, an der der Boden tiefer und weniger stark durchwurzelt ist. Pflanzen Sie Ihre Rose dort und neigen Sie sie leicht in Richtung des Baumes, sodass die Triebe später nach oben geführt werden können.

Ist die Konkurrenz durch die Baumwurzeln besonders stark, können Sie einen großen Topf ohne Boden in das Pflanzloch einsetzen. Füllen Sie ihn mit guter Erde und pflanzen Sie anschließend die Rose hinein. So stehen den jungen Wurzeln zunächst ein eigener Bereich mit guter Erde und Nährstoffen zur Verfügung, während sie später ungehindert in den darunterliegenden Boden hineinwachsen können.

Arbeiten Sie bei der Vorbereitung des Pflanzplatzes großzügig gut verrotteten Mist oder einen hochwertigen Bodenverbesserer ein.

Der Rose den Weg in die Äste erleichtern

Zu Beginn braucht Ihre Ramblerrose ein wenig Unterstützung auf ihrem Weg vom Boden hinauf in den Baum.

Führen Sie einen stabilen Gartenstab, ein kräftiges Seil oder ein Stück Maschendraht schräg vom Pflanzplatz zum oberen Bereich des Stammes. Sobald die Rose neue Triebe bildet, führen Sie die kräftigsten davon behutsam an dieser Rankhilfe entlang und befestigen Sie sie locker.
Es ist nicht notwendig, jeden einzelnen Trieb sorgfältig zu erziehen. Es geht lediglich darum, der Rose einen Weg in den Baum zu weisen.

Sobald die Rose die unteren Äste erreicht hat, können Sie ihre Triebe zunächst in die gewünschte Richtung lenken und sie anschließend freier wachsen lassen. Sorten mit kräftigen Stacheln eignen sich hierfür besonders gut, da sie sich damit leichter zwischen den Ästen festhalten können.
Hat sich die Rose sicher in der Baumkrone etabliert, kann die ursprüngliche Rankhilfe auf Wunsch entfernt werden.

Gießen und Düngen

Unter einem etablierten Baum zu wachsen, kann für eine junge Rose anspruchsvoll sein, denn beide Pflanzen konkurrieren um das vorhandene Wasser und die Nährstoffe. Etwas zusätzliche Pflege während der Anwachsphase hilft der Rose, die kräftigen Triebe zu entwickeln, die sie benötigt, um die Baumkrone zu erreichen.

Gießen Sie reichlich, insbesondere während trockener Perioden, und versorgen Sie die Rose während der Wachstumszeit regelmäßig mit einem Langzeitdünger und flüssigem Algendünger.
Auch ein Bewässerungsrohr, das bereits bei der Pflanzung eingesetzt wird, kann hilfreich sein. Darüber lässt sich das Wasser tiefer in den Boden und gezielt zu den Wurzeln der Rose führen, wo es am dringendsten benötigt wird.

Lassen Sie Ihre Rose frei wachsen

Sobald die Triebe ihren Weg in die Äste gefunden haben, ist der größte Teil der Arbeit getan. Lenken Sie einzelne Triebe weiterhin behutsam, wenn es nötig ist, und lassen Sie die Rose ansonsten ihren eigenen Weg durch den Baum finden.

Im Laufe der Jahre werden sich ihre Triebe zwischen den Ästen hindurchweben und dem Licht entgegenwachsen. Wenn der Sommer kommt, öffnen sich die ersten Blüten zwischen dem Laub – vielleicht zunächst in den unteren Zweigen und mit der Zeit hoch oben in der Baumkrone.

Es ist ein Anblick, der mit den Jahren immer schöner wird: Rose und Baum wachsen miteinander und brauchen dabei kaum mehr als die gelegentliche, behutsame Hand des Gärtners.

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