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Rosen für die Last Night of the Proms

Es gibt nur wenige Abende, die mit der Last Night of the Proms vergleichbar sind. Vertraute Melodien erfüllen die Royal Albert Hall, das Publikum stimmt mit ein und Musik, die seit Generationen gehört und geliebt wird, erwacht immer wieder zu neuem Leben.

Das diesjährige Programm hat uns über die wunderbaren Verbindungen zwischen Musik, Geschichten und den Namen einiger unserer Rosen nachdenken lassen. Manche führen unmittelbar zu den Proms, andere zu Liedern und musikalischen Geschichten, die uns seit vielen Jahren begleiten. Gemeinsam schlagen sie eine kleine Brücke vom Konzertsaal in den Garten.

Und natürlich wäre eine Feier von Rosen und Musik ohne The Lark Ascending kaum vollständig.

The Lark Ascending (Ausursula)

Nur wenige Musikstücke fangen einen englischen Sommertag so wunderbar ein wie Ralph Vaughan Williams’ The Lark Ascending. Die Violine steigt mit bemerkenswerter Leichtigkeit empor und senkt sich wieder, als würde sie für einen Moment im weiten Himmel verschwinden.

The Lark Ascending trägt etwas von derselben Leichtigkeit in sich. Die halbgefüllten Blüten in zartem Apricot stehen in großzügigen, luftigen Büscheln an hohen Trieben und verleihen der Rose eine wunderbar anmutige Erscheinung. Beim Öffnen gibt jede Blüte den Blick auf einen kleinen Kreis goldener Staubgefäße frei, begleitet von einem leichten Moschusduft.

Mit ihrem hohen, etwas lockeren Wuchs ist sie eine schöne Wahl für die Mitte oder den hinteren Bereich eines gemischten Beetes, wo ihre Blüten über die umgebende Bepflanzung hinausragen können. Besonders reizvoll ist ihre Bewegung, wenn die langen Triebe von einer leichten Sommerbrise erfasst werden. Ein passender Name für eine Rose, die ebenso wie die Musik unter freiem Himmel zu Hause zu sein scheint.

James Galway (Auscrystal)

Seit Jahrzehnten begeistert Sir James Galway mit dem unverwechselbaren Klang seiner Flöte ein Publikum auf der ganzen Welt und war auch bei den Proms zu erleben. Als „The Man with the Golden Flute“ bekannt, wird sein Spiel für seine Klarheit, Wärme und scheinbare Leichtigkeit geschätzt.

Auch die Kletterrose James Galway besitzt eine ganz eigene Eleganz. Ihre wunderschön geformten, warmrosa Rosetten sind dicht mit Blütenblättern gefüllt. Das kräftigere Rosa in der Mitte wird zu den Rändern hin allmählich heller und verleiht den üppigen Blüten eine besondere Anmut.

Als kräftige Kletterrose blüht sie großzügig über die Saison hinweg und eignet sich wunderbar, um einer Wand oder einem Rosenbogen Höhe und Farbe zu verleihen. Ihre Blüten werden weit oben getragen, wo sich ihre feine Form beim Vorübergehen besonders schön betrachten lässt.

Es scheint durchaus passend, dass eine Kletterrose den Namen eines Musikers trägt, dessen Flötenspiel eine Melodie so mühelos über ein ganzes Orchester erheben kann.

Scarborough Fair (Ausoran)

Manche Melodien scheinen einfach immer schon da gewesen zu sein. Das traditionelle englische Lied Scarborough Fair gehört dazu. Seine unverwechselbare Melodie wurde über Generationen weitergegeben und immer wieder neu interpretiert.

Scarborough Fair besitzt eine ähnlich sanfte, zeitlose Ausstrahlung. Ihre zartrosa, halbgefüllten Blüten öffnen sich zu lockeren Schalen und geben den Blick auf die Staubgefäße in ihrer Mitte frei. Sie erscheinen in hübschen Büscheln über dem Laub und verleihen der Pflanze einen leichten, natürlichen Charakter.

Ein angenehmer Moschusduft begleitet die Blüten, während der kompakte, buschige Wuchs die Rose zu einer unkomplizierten Begleiterin im Beet macht. Zwischen Stauden und anderen Rosen fügt sie sich ganz selbstverständlich ein und blüht über die Saison hinweg immer wieder.

Wie das Lied, dessen Namen sie trägt, liegt ihr Reiz nicht in großer Geste, sondern in einer stilleren Schönheit, zu der man gerne zurückkehrt.

Summer Song™ (Austango)

Schon der Name Summer Song scheint wie geschaffen für einen Abend voller Musik am Ende des Sommers.

Diese Rose bringt ihren eigenen warmen Ton in den Garten. Ihre großen, dicht gefüllten Blüten zeigen ein außergewöhnlich sattes Orange, das je nach Licht beinahe kupferfarben leuchten kann. Zwischen Rosa-, Creme- und Apricottönen setzt sie einen kräftigen, aber wunderbar warmen Akzent.

Ebenso charaktervoll ist ihr intensiver Duft. Noten von Chrysanthemenblättern, reifer Banane und Tee verleihen ihm eine ungewöhnliche Komplexität, die dazu einlädt, bei einer geöffneten Blüte etwas länger zu verweilen.
Summer Song bildet einen aufrechten Strauch und blüht im Laufe des Sommers immer wieder. Besonders im sanfteren Licht des frühen Morgens oder Abends entfalten die warmen Blütenfarben ihre ganze Wirkung.

Eine Rose, die ihren Namen nicht nur trägt, sondern sich tatsächlich wie ein kleiner Sommergruß im Beet anfühlt.

The Ancient Mariner (Ausoutcry)

Und wenn die Musik unsere Gedanken hinaus aufs Meer trägt, fällt uns noch eine weitere Rose ein.

The Ancient Mariner ist nach Samuel Taylor Coleridges The Rime of the Ancient Mariner benannt, der außergewöhnlichen Geschichte eines Seemanns und seiner schicksalhaften Reise über den Ozean.

Diese Rose zeigt sich in großzügigen Dimensionen. Große, dicht gefüllte Blüten öffnen sich in leuchtendem Rosa. Zur Mitte hin ist die Farbe kräftiger und wird zu den äußeren Blütenblättern allmählich heller. Öffnen sich mehrere Blüten gleichzeitig, entsteht ein besonders üppiges Bild.

Auch ihr Duft ist kräftig. Der stattliche, buschige Wuchs macht sie zu einer schönen Wahl für einen Platz, an dem sie sich frei entwickeln darf. Im mittleren oder hinteren Bereich eines Beetes können sich ihre großen Blüten zwischen weicheren Begleitpflanzen erheben und erscheinen im Laufe der Saison immer wieder.

Die Verbindung zur Last Night beginnt hier vielleicht eher mit den Seefahrtsliedern als mit der Musik selbst. Doch gerade deshalb scheint The Ancient Mariner® ein besonders charmanter Begleiter für diesen Abend zu sein.

Wenn Musik auf den Garten trifft

Musik und Rosen haben vielleicht mehr gemeinsam, als man zunächst vermuten würde. Beide können untrennbar mit bestimmten Menschen und Orten verbunden sein. Beide können ganz unerwartet Erinnerungen wecken. Und zu beiden kehren wir gerne zurück, selbst wenn sie uns längst vertraut sind.

Auch der Rhythmus der Jahreszeiten verbindet sie. Wir warten auf die Blüte einer Lieblingsrose, ähnlich wie auf die Rückkehr eines vertrauten Musikstücks. Wir wissen, was uns erwartet, und entdecken doch jedes Mal etwas Neues.

Wenn also die vertrauten Melodien der Last Night die Royal Albert Hall erfüllen, findet zu Hause vielleicht noch eine ganz andere Aufführung statt: apricotfarbene Blüten, die sich sanft über dem Beet bewegen, eine rosa Kletterrose, die sich über einen Bogen erhebt, leuchtendes Orange im Abendlicht und der Duft einer Englischen Rose in der warmen Luft.
Eine schöne Begleitung für die Last Night des Sommers.

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